Die besten Weinkühlschränke – Nicht nur für Someliers und Kenner! | TOP#5

Wer geschmacklich etwas mehr aus seinem Wein herausholen möchte, sollte diesen optimal lagern. Ein Weinkühlschrank ist eben für diese Aufgabe konzipiert und deshalb auch perfekt dafür geeignet. Unterschieden werden muss allerdings, ob der edle Tropfen kurz- oder langfristig gelagert werden soll. Davon hängt am Ende ab, welches Gerät für die eigenen Anforderungen am besten geeignet ist. Weinkühlschränke sind dafür konzipiert, den Wein auf die ideale Trinktemperatur zu bringen und ihn auf dieser zu halten. Natürlich kann man ihn auch einfach im Kühlschrank auf die gewünschte Temperatur bringen. Das Ergebnis ist jedoch nicht dasselbe. Der Unterschied ist auch ohne vom Fach oder gar Weinkönigin zu sein. Wie ein Weinkühlschrank funktioniert, welche Unterschiede es gibt und welches Modell das richtige für Sie ist, verraten wir in diesem Ratgeber.

Wein lagern – Grundlagen

Wenn man von Wein spricht, dann unterscheidet man normalerweise zwischen Weißwein, Roséwein und Rotwein. Der Großteil aller getrunkenen Weine ist Weißwein. Er stammt von weißen Trauben, ist meist fruchtig, frisch und leicht. Weißwein wird für gewöhnlich bald getrunken und nicht lange gelagert. Bekannte Sorten sind Chardonnay, Riesling und Weißburgunder. Weißweine können trocken, halbtrocken oder süß sein. Schwerere Weißweine sind manchmal in Holzfässern ausgebaut, langlebiger und haben auch einen höheren Alkoholgehalt. Sie stammen beispielsweise aus dem Rheingau, von der Mosel oder aus dem Burgund. Roséwein ist, wie Rotwein, aus dunklen Trauben, allerdings bleiben die Schalen und der Most nur kurz zusammen, sodass nicht viel Farbe in den Wein übergeht. Rotwein hat seine Farbe ebenfalls aus der Schale der Trauben. Hier vergärt der Wein allerdings gemeinsam mit den Schalen. Rotwein stammt oft aus südlichen Anbaugebieten mit viel Sonne. Merlot, Cabernet Sauvignon oder Pinot Noir sind Beispiele dafür.

Heute hat kaum mehr jemand im Privatleben einen schönen, dunklen, kühlen und feuchten Keller, wie es früher in jedem Haus üblich war. Dort war der ideale Platz zum Lagern von Wein. Dort konnte er reifen und mit den Jahren immer besser werden. Die heutigen Keller sind zu warm und zu trocken. Wer hat nicht schon einmal geschmeckt, dass Wein, der beim Winzer wunderbar war und von dem man sich ein paar Flaschen mit nach Hause genommen hat, daheim nicht mehr schmeckt.

Doch wie lagert man Wein optimal? Dunkel ist auf jeden Fall wichtig, damit der Wein sein Aroma behält und um ihn vor UV-Strahlen zu schützen, die ihm nicht bekommen. Eine konstante Temperatur ist gut für den Wein. Das liegend Lagern ist notwendig, wenn die Flaschen mit Naturkorken verschlossen sind. In dem Fall sind auch die Luftfeuchtigkeit und die Luftqualität wichtig, da Wein sogar durch Gerüche den Geschmack verändern kann. Ideal lagert Wein im Weinkühl- oder Klimaschrank. Edle Tropfen finden dort ebenso Platz wie Wein, den man auf Trinktemperatur haben möchte.

Am wohlsten fühlen sich Rot- und Weißweine bei einer Lagertemperatur von 10 bis 15°C. Man könnte hier auch von der optimalen Temperatur sprechen. Bei einer Lagerung im Keller sollte dieser in der warmen Jahreszeit die 20°C-Marke nach Möglichkeit nicht übersteigen und im Winter nicht unter 5°C fallen. Steigt die Temperatur über diese Temperatur, beginnt die im Wein enthaltene Kohlensäure sich mitsamt der gebundenen Aromastoffe, sich zu verflüchtigen. Der Wein altert schneller und verändert seinen Geschmack – leider nicht zum Positiven. Er wird säuerlich. Wenn es ihm hingegen zu kalt wird, lagern sich Kristalle am Boden ab. Wenn man weiße und rote Weine in Bezug auf die optimale Lagertemperatur etwas differenzierter betrachten und genauere Angaben machen möchte könnte man festhalten, dass Weißwein etwas kältere Temperaturen bevorzugt, so etwa 10 bis 12°C, während der rote eher 14 bis 15°C vorzieht.

Dauerbeleuchtung sollte vermieden werden. Besonders vor UV-Strahlung und damit vor direkter Sonneneinstrahlung sollten die Flaschen geschützt werden. Wenn der Weißwein eine goldgelbe Farbe aufweist, hat er mit hoher Wahrscheinlichkeit zu viel Zeit in der Sonne verbracht. Rotwein verblasst hingegen. Die Luftfeuchtigkeit spielt zwar heutzutage keine so große Rolle mehr da die verwendeten Korken durch eine porenfreie Kapsel relativ gut gegen Austrocknung geschützt sind, aber für die langjährige Lagerung sollte die Luftfeuchtigkeit im Keller mindestens 50% betragen, 70% wären noch besser. Ist die Luftfeuchtigkeit hingegen zu hoch, kann es vorkommen, dass die edlen Holzkisten in denen die Lieblinge gelagert werden zu schimmeln beginnen und die Etiketten sich von den Flaschen lösen, was nicht besonders schön anzusehen ist und selbst dem edelsten Wein ein bisschen das Geschmackserlebnis trübt. Bei unter 50% kann der Korken entsprechend austrocknen und Sauerstoff in die Flasche eindringen.

Weinlagerkühlschränke VS Weinklimaschränke

Weinlager- bzw. Weinklimaschränke dienen der langfristigen Lagerung von Weinen. In diesen Geräten herrschen optimale Bedingungen zum Reifen vor. Weintemperier- bzw. Weinservierschränke hingegen sind darauf ausgelegt, den Wein kurzfristig zu lagern und ihn auf Trinktemperatur zu bringen und zu halten. Die eleganten Eyecatcher sind in der Regel mit LED-Displays ausgestattet, die einem auf einen Blick alle wesentlichen Informationen wie die aktuelle Temperatur liefert. Auch die Steuerung erfolgt bei vielen Modellen ganz bequem über das Touch-Display. UV-undurchlässgige Glastüren und eine schöne Innenbeleuchtung setzen die Flaschen des edlen Rebensaftes gekonnt in Szene. Hochwertige Materialien machen die Gerätschaften zu Wohn-Accessoires, die neben ihrem praktischem Nutzen durchaus auch dekorativen Charakter haben. Mehrere Klimazonen ermöglichen die Lagerung unterschiedlichen Temperaturzonen. So kann man jedem seiner Schätze je nach Weinsorte die optimale Lagertemperatur bei der perfekten Klimatisierung angedeihen lassen. Auf diese Weise kann man neben Rot- und Weißweinen auch Sekt und Champagner gleichzeitig aufbewahren. Ansonsten gilt die eingestellte Temperatur für den kompletten Bereich. Auch die Luftfeuchtigkeit wird mit der permanenten Zufuhr von Frischluft bei konstant hoher Luftfeuchtigkeit die den Korken am zerbröckeln hindert, sichergestellt. Während Einsteigermodelle schon für rund 100 Euro zu haben sind, lassen sich High-Tech-Geräte ihr Können gerne auch 500 Euro oder mehr kosten.

Die wichtigsten Kriterien

# Lautstärke Wenn man vor der Frage steht ob man einen optimal temperierten Wein vor sich und einen lauten Weinkühlschrank neben stehen haben möchte oder den Wein doch lieber aus Keller, Kühlschrank oder bei Zimmertemperatur trinkt, wird Wahl wohl recht eindeutig ausfallen. Man entscheidet sich für das kleinere Übel, den wohl eher nicht optimal temperierten Wein. Auch wenn sich pauschal keine Empfehlung aussprechen lässt da die Lautstärke immer subjektiv bewertet werden muss und was für den einen nicht störend und kaum wahrnehmbar ist für den anderen schon eine Zumutung darstellt, kann man sich an der 40-Dezibel-Grenze orientieren. Das Gerät sollte diese im Idealfall nicht übersteigen. Optimal wären 32 bis 39 Dezibel.
Wer braucht schon einen Störenfried im Wohnzimmer oder der Küche? Natürlich verliert dieses Argument an Gewicht, wenn der Weinkühlschrank in einem Raum aufbewahrt wird, in welchem er vor sich hinbrummen kann ohne zu stören. Dann ist die Lautstärke kein Kriterium mehr, welchem man beim Kauf allzu viel Gewicht beimessen sollte.

# Größe Die optimale Größe ist natürlich sehr individuell. In der Gastronomie wird man mit kleinen Modellen für 4 bis 8 Flaschen wohl kaum glücklich werden. Hier muss es ein viel größeres Gerät sein oder alternativ mehrere kleine. Für den durchschnittlichen Weintrinker der jeden Tag ein Gläschen Wein genießen möchte und sich einen kleinen Vorrat anlegen und auch mal vom Urlaub ein paar Flaschen mit nach Hause bringen möchte, reichen die Ausführungen im Mini- und Klein-Format aber in der Regel völlig aus.

# Temperaturzonen Während Kleinstgeräte für nur eine Hand voll Weinflaschen meist nur über eine Temperaturzone verfügen, findet man schon bei mittelgroßen Modellen für 12 oder 18 Flaschen oft eine zweite Temperaturzone. Eine oder zwei Temperaturzonen? Auch das hängt von den persönlichen Vorlieben und Ambitionen ab. Wenn man sich sehr für Wein interessiert und sich auch hobbymäßig mit der Thematik auseinandersetzen und vielleicht sogar einmal an einer Weinprobe teilnehmen möchte, ist es sehr wahrscheinlich, dass das Portfolio an Weinen sich relativ vielfältig zusammensetzen wird und sich Sorten ergeben, die unterschiedliche Voraussetzungen zur Lagerung haben und unterschiedliche Temperaturzonen nötig machen. Zumindest, wenn man es ernst meint und es richtig machen will. Den Unterschied schmeckt man allemal, und so lohnt es sich hier auf jeden Fall, in ein Kühlschrank mit zwei Temperaturzonen zu investieren.

Schaumwein: Sekt, Champagner & Co

Im Gegensatz zu Rot- und Weißwein eignet sich Sekt oder Schaumwein im Allgemeinen, wozu auch Champagner und Prosecco gehören, nicht zur Lagerung. Er (Sekt) wird von wenigen Spitzenprodukten abgesehen dadurch aber nicht besser. Wenn er die Kellerei verlässt, hat er bereits den Zenit seiner Reife erreicht und ist trinkfertig. Je länger er gelagert wird, je weiter schreitet der natürliche Alterungsprozess voran. Dieser verändert den Geschmack des Sektes. Schon nach 2 bis 3 Jahren entwickelt er gerne einen Eigengeschmack der oft mit dem von Sherry verglichen wird. Außerdem verliert er nach und nach seine Perlen – die kleinen Bläschen, die dem Schaumwein seine Identität verleihen und ihm die Eigenschaft verleiht, weshalb er so gerne getrunken wird. Deshalb sollte man ihn möglichst die ersten Monate nach dem Kauf genießen und nicht zu lange warten. Und wenn man ihn doch für den richtigen Moment aufheben möchte oder ein paar Flaschen Sekt übrig hat, kann man ihn mit den folgenden Tipps möglichst lange bei Laune halten. Die Lagerung sollte immer kühl, dunkel und bei konstanter Temperatur erfolgen. Temperaturschwankungen wirken sich negativ aus. Gerade Flaschen mit Korken können von der Umgebung Schadstoffe aufnehmen und ins innere leiten. Deshalb sollten sich keine Lebensmittel die faulen, schimmeln oder Pilze ausbilden können, in der Nähe befinden. Auch Lösungsmittel, Farben, Heizöle etc. gehören dazu. Die Lichteinwirkung sollte stets so gering wie möglich gehalten werden, da Licht den Oxidationsprozess beschleunigt und die Alterung schneller voranschreiten lässt. Auch Ruhe sollte man den Flaschen gönnen und Vibrationen vermeiden, sowie sie nicht ständig bewegen. Bei der Lagerung in Steinregalen und dergleichen sollte man immer Vorsicht walten lassen, um die Flaschen nicht zu beschädigen. Sollte kein geeigneter Weinkühlschrank verwendet werden, kann man Sekt stehend lagern. Man sollte sogar, denn so kann man ausschließen, dass der Korken den Geschmack mit der Zeit prägt. Außerdem stellt der CO2-Gehalt der sich im Raum zwischen Raum und Korken befindet eine ausreichende Luftfeuchtigkeit sicher, um den Korken im aufgequellten Zustand zu halten. Wenn man alles richtig macht, kann man Sektflaschen mit Naturkorken bis zu 3 Jahre ohne nennenswerten Qualitätsverlust lagern und jene mit Polystopfen bis zu 2 Jahre. Eine Lagertemperatur von 11°C ist übrigens ideal. Erreichbar ist sie in der Praxis nur mit einem speziellen Kühlschrank für Wein. Steht ein solcher nicht zur Verfügung und soll auch nicht angeschafft werden, sind auch Gegebenheiten die sich im Temperaturbereich von 5 – 18°C befinden, eine gute Basis. Bei kurzfristiger Lagerung sind auch Temperaturen die höher sind oder etwas niedriger akzeptabel. Die ästhetischere Variante den Schaumwein zu präsentieren ist aber sicher die horizontale.

Fazit:

Wer sich hier und da einen edlen Tropfen gönnt wird vielleicht schon festgestellt haben, wie stark der Geschmack ein und des selben Weines abhängig von der Trinktemperatur variiert. Meist sind die Möglichkeiten zur Temperierung begrenzt und beschränken sich auf den Keller, den Kühlschrank oder die vorhandenen Wohnräume. Oft wird der Wein im Wohnzimmer bei Zimmertemperatur gelagert und gleich so getrunken oder vor dem Servieren in den Kühlschrank gelegt. Da sich die Zimmertemperatur von Wohnzimmer zu Wohnzimmer stark unterscheidet, schmeckt auch der Wein von Haus zu Haus anders und selbst der vom Winzer schmeckt in den eigenen vier Wänden dann irgendwie anders. Weinkeller haben wohl die wenigsten, aber ein Weinkühlschrank für’s Wohnzimmer oder den Keller – auch im Miniformat für nur wenige Flaschen – sind bereits für kleines Geld zu haben und ermöglichen so einen Weingenuss, der nicht nur Someliers vorenthalten ist. Weinkühlschränke gibt es in allen Größen. Von einer Hand voll bis mehreren hundert Flaschen. Ein solcher Weinkühlschrank kann mehrere tausend Euro kosten! Guter Wein muss nicht teuer sein und deshalb lohnt es sich die korrekte Lagerung auch dann, wenn es der Weiß- oder Rotwein aus dem unteren Preissegment ist. Auch die Gäste werden den Unterschied bemerken und sich gerne mit einem Gläschen Wein verwöhnen lassen.

Die besten Weinkühlschränke auf einen Blick

Darf es ein bisschen größer sein? Dann kämen evtl. Auch diese Modelle für Sie in Frage.